Archive for the ‘Saison 2008/09’ Category

Nach der bitteren und knappen Niederlage gegen Aufstiegsaspirant Miltitz, musste die erste Herren von Lindenau bei der Zweiten von Schkeuditz antreten. Anstoß war schon 13:00 Uhr, da die erste von Schkeuditz 15:00 Uhr am gleichen Tag angesetzt war.  Verzichten musste der Trainer auf Hardi (Fußprellung vom Wahrenspiel), Beini (verletzt), Biemske (5. Gelbe) und Hoffi (Knieverletzung aus Kitzenspiel). Dafür rückten Maik, Karpath, Kevin (A-Jugend) und Floh ins Team.

Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass Lindenau aus einer guten Abwehr druckvoll nach vorn spielen konnte. Die erfolgreichen Angriffe erfolgten dabei zumeist über die Außenposition entweder über Nils oder Maiks Außenbahn. So ergaben sich in Halbzeit 1 zwei sehr gute Chancen für Maik, die jedoch schwach vergeben wurden.

Vom Gastgeber kam bis auf eine Kontermöglichkeit über unsere linke Seite und diversen Fernschüssen die weit über oder neben das Tor flogen nichts Gefährliches. Flo war bis dato also arbeitslos. Ja – selbst der Lindenauer Anhang war aktiver als Flo zur ersten Halbzeit.

Ähnliches Bild in Halbzeit zwei, Lindenau weiter Feldüberlegen jedoch ohne zwingende Torchance. So plätscherte das Spiel nun für Minuten vor sich hin. Nach ca. 70min erlöste uns dann doch noch Henne mit einem schönen Tor. Ein sehr gut eingeleiteter Konter durch Nils über Henne und Norman wurde schließlich durch einen sehenswerten Torschuss von Henne erfolgreich abgeschlossen. Der Gastgeber war, bis auf eine Chance in Halbzeit zwei, ungefährlich.

Fazit: Ein verdienter Auswärtssieg für Lindenau gegen einen direkten Konkurrenten der durchaus höher hätte ausfallen können. Auch die wieder neu formierte Abwehr wirkte stabil und sicher.

Vorschau: Am Mittwoch kommt TUB auf den Charlottenhof. Hier müssen weitere 3 Punkte eingefahren werden, nachdem man zuletzt nicht so gut gegen diesen Gegner aussah (1:4).

Aufstellung: Flo – Peter,  Karpath, Slupi, Matscher – Nils, Kilian, Kevin (Marcus), Maik – Henne, Norman

geschrieben von Hoffi

Nachdem es lange Zeit ruhig um uns auf dieser Seite geworden war gibt es nun mal wieder was Aktuelles.

Das Fussballjahr 2009 begann für uns ja schon am 3. Januar und ging auch sofort munter weiter, sodass wir nicht wirklich von einer Winterpause sprechen konnten und uns mitten in der Rückrunde befinden.

Alle bisherigen Spiele waren so wie immer, ein bißchen durchwachsen halt. Siegen gegen Bienitz und Lausen stehen Niederlagen gegen Dölzig und Räpitz gegenüber. In der letzten Woche gab es dann ein achtbares 0:0 bei Blau-Weiß.

Dieses Wochenende stand Wahren auf dem Programm, wo es im Hinspiel nach einer 2:0 Führung nur zu einem 2:2 langte. Ansonsten geht es Wahren ähnlich wie uns. Hart erkämpften Erfolgen stehen Ausreißer wie das 0:5 gegen TuB in der Vorwoche entgegen. In der Tabelle steht man folgerichtig in unmittelbarer Umgebung.

Das Spiel konnte pünktlich 15:00 Uhr zur Sommerzeit angepfiffen werden. Bei uns gab es krankheitsbedingt mit Nils und Karpath 2 Ausfälle und Hahne und Marcus halfen in der dritten Mannschaft.

Wahren suchte sein Heil in zumeist langen Bällen die vom Libero geschlagen wurden und durchaus für Gefahr sorgten, war ansonsten in der Mitte mit 2 sehr quirligen Spielern jederzeit durch Dribblings gefährlich. Die etwas reifere Anlage zeigten aber wir und so kamen wir langsam und sicher besser ins Spiel und folgerichtig zu unseren Möglichkeiten

Waren unsere Chancen aus dem Spiel heraus noch eher der Kategorie “harmlos” zuzuordnen, sorgten unsere Standards schon für mehr Gefahr und die 2:0 Pausenführung. Nach einer weitgeschlagenen Ecke Normans von rechts ging es über die Stationen Slupi, Matscher, Kilian einmal quer durch den Strafraum, wo Hoffi sicher vollendete.

Die nächste Ecke, dieses Mal von Kilian getreten, landete auf Hennes Kopf, der in seiner üblichen Art ein paar gefühlte Meter über allen in der Luft stand. Seine Kopfballbogenlampe wurde von 2 Wahrenen auf, bzw. hinter der Linie, geklärt, so zumindest die Entscheidung des Assistenten, der den besten Blick hatte und Schiedsrichter Sander zeigte ein zweites Mal zum Mittelkreis.

Auf der Gegenseite gab es allerdings auch Chancen für die Gastgeber, die mehrmal gefährlich durchbrachen, allerdings in letzter Sekunde gestoppt werden konnten. Auch Versuche nach 2. Bällen wurden zu unserem Glück unkonzentriert in die Abfangnetze befördert. Alles andere landete sicher in den Armen von Micha.

Mit dem Wissen aus dem Hinspiel war klar, dass wir uns nicht auf diesen 2 Toren ausruhen durften. Taten wir auch nicht. Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte waren dann sicherlich eine der besten Phasen die wir in dieser Saison hatten.

Mit guten, schnellen Kombinationen über viele Stationen wurden Chancen herausgearbeitet die allesamt brandgefährlich waren und auch zu 3 schönen Toren führen sollten. Nach einem Pass Hennes konnte der Wahrener Hüter gerade noch vor Norman klären, kurze Zeit später war er aber nach einem Konter machtlos. Hoffi war nach Zuspiel Normans allein vor dem Tor aufgetaucht und schob sicher in die rechte Ecke ein.

Doch damit noch nicht genug. Ein Tor von Hoffi sollte noch folgen. Henne machte einen Ball an der Strafraumgrenze fest, drehte sich um seinen Gegenspieler und steckte den Ball in die halbrechte Strafraumseite, wo Hoffi mit links in die linke lange Ecke zu seinem 3. Treffer vollendete.

Das am besten herausgespielte Tor war vermutlich das 5:0. Nach einem Zusammenspiel von Maik und Norman auf links kommt Bello an den Ball und flankt maßgenau in die Mitte, wo Hoffi mit dem Kopf über den heraneilenden Libero zu Kilian verlängert, der auf rechts gestartet war und Volley vollendete.

Der Rest ist dann nicht mehr ganz so spektakulär und muss noch analysiert und ausgewertet werden. Vielleicht lag es am tiefen Boden und schwindender Kraft, vielleicht schalteten wir alle unbewusst zurück. Klar ist, dass die 3 Gegentore vollkommen unnötig waren, denn es fehlte in dieser Phase die Präsenz in allen Mannschaftsteilen, die uns vorher ausgezeichnet hat.

Einen Vorteil haben diese späten 3 Gegentore aber, es ist deutlich zu erkennen was passiert wenn man nachlässt und: im Hinblick auf das nächste Spiel, sollten wir uns in der glücklichen Lage befinden, nicht zu sehr abgehoben zu sein, wofür ein 5:0 vielleicht gesorgt hätte, denn Miltitz ist ein anderes Kaliber.

Bleibt festzuhalten, dass dieses Spiel gezeigt hat was wir können und was andere können, wenn wir es zulassen. Dies sind Informationen die uns sicherlich weiterhelfen. Ansonsten war das doch eine sehr ansprechende Leistung.

Aufstellung: Micha – Slupi, Peter, Beini (Biemske), Hardi (Julian) – Maik, Matscher, Kilian – Hoffi – Norman, Henne (Bello)

Nach den verlorenen 2 Punkten in der Vorwoche gegen TuS II. ging es für uns zum Schlusslicht der Liga – Victoria.

Die Gastgeber waren in der Vorsaison der 3. Aufsteiger als Viertplatzierter, da unsere Zweite den dritten Platz belegte und sind mit lediglich 3 Unentschieden in die Saison gestartet. Alles andere als 3 Punkte wären also eine Enttäuschung für uns.

Bei uns fehlten Philipp und Micha arbeitsbedingt und das Lazarett war mit Kilian, Hardi, Matscher, Beini, Henne und Julian gefüllt wie lange nicht mehr. Verstärkung erhielten wir glücklicherweise von Maik, Alex und Martin aus der Zweiten und Olli kam das Samstagspiel als treu dienender Bundi auch entgegen.

Angepfiffen wurde bei bestem Wetter, nur ein wenig windig war es. Victoria kam von Anfang an etwas besser zu recht, bei uns fehlte es an Ordnung und unser Spiel wirkte sehr zerfahren. Nach einem Konter gab es auch prompt die Quittung und wir lagen 0:1 hinten. Da waren ungefähr 10-15 Minuten gespielt.

So nach und nach kamen wir etwas besser in die Partie, wobei besser nicht gut bedeuten soll. Nach Ballverlusten sahen wir aber weiterhin wacklig aus. 10 Minuten vor der Halbzeit genügten aber 5 Minuten und Hoffi drehte mit einem Traumtor aus 16m in den linken Winkel und einem Flachschuss in die linke Ecke das Spiel.

In der zweiten Halbzeit agierten wir über weite Strecken feldüberlegen und waren trotz nicht guter Leistung spielerisch und läuferisch klar besser als der Gegner. Wie das aber so ist, gab es erstmal einen Rückschlag. Nach einem lang geschlagenen Freistoß und anschließendem Abstauber stand es plötlich 2:2. Dies sollte es dann aber, bis auf 1, 2 Schussversuch aus der Ferne gewesen sein, was Victoria zu bieten hatte. Unser Druck wuchs und die Kräfte der Gastgeber schwanden.

Nach einem Dribbling Normans über links in den gegnerischen Strafraum und darauf folgendem Querpass konnte Bello am langen Pfosten problemlos zum 3:2 verwerten. In der Folgezeit ergaben sich große Räume, die aber mangels Konzentration und/oder schlechtem Passspiel nicht genutzt wurden. Die drei Punkte waren aber dennoch relativ ungefährdet. Wie vor dem Spiel erhofft, kamen wir zu dem wichtigen Sieg und wie der zu Stande kam interessiert in ein paar Wochen eh keinen.

Nächste Woche kommen 2 bekannte Gesichter auf den Charlottenhof zurück und es wird sich zeigen, ob wir auf dem heutigen Sieg aufbauen können.

Aufstellung: Micha – Maik, Slupi, Karpath, Nils – Christian (Markus), Biemske, Hoffi, Maik (Olli) – Norman (Martin), Bello

Nach der 4:0 Niederlage gegen die Spielvereinigung war Lindenau auf Wiedergutmachung im Derby gegen TuS Leutzsch II aus, welche  Tabellennachbarn sind und denen somit ein Sieg ebenfalls wichtige Punkte im Abstiegskampf bedeuten.

Von der ersten Minute an versuchten die Lindenauer die Gastmannschaft unter Druck zusetzen und diese so zu Fehlern zu zwingen, was phasenweise auch ganz gut klappte. Es ergaben sich für die Heimmannschaft einige Chancen diese aber leider nicht genutzt werden konnten. Nach etwa 25 Minute spielte C. Hoffi einen schönen Pass in die Spitze auf Norman dieser versuchte den Torwart zu überlupfen, daraus ergab sich allerdings eine Vorlage für Bello, welcher das 1:0 markierte. Leutzsch war immer durch Ihr gutes Konterspiel gefährlich und bekam kurz vor Schluss der 1. Hälfte einen strittigen Freistoß direkt am 16er zugesprochen, welchen sie auch durch die schlechte Mauerstellung zum Ausgleich nutzen konnten. Nach dem Ausgleichstreffer passierte in der 1.Halbzeit nicht mehr viel.
Wieder aus der Kabine zurück hatten sich die Lindenauer viel vorgenommen. Doch leider wurde das Spiel immer zerfahrener und so ergaben sich nur noch selten Chancen für beide Mannschaften, viele Zweikämpfe wurden vom gut agierenden SR abgepfiffen und somit kam auch wenig Spielfluss zu Stande. Wir  hatten etwa Mitte der 2. Hälfte noch eine große Chance durch Nils, der, nach wiederum schönem Zuspiel von Hoffi, leider nur den Pfosten traf.
Tus II beschrankte sich in der 2 Hälfte auf ein paar durchaus gefährliche Konter. In den letzten 10 Minuten gaben wir nochmals Gas und versuchten die so wichtigen 3 Punkte einzufahren. Dadurch ergaben sich 3 hundertprozentige Chancen, welche aber kläglich vergeben wurden. Alles in Allem hilft das Unentschieden keinen der beiden Teams weiter im Abstiegskampf. Nun müssen um jeden Preis die 3 Punkt im „6 Punkte Spiel“ gegen Victoria her.

Aufstellung: Philipp – Matscher – Slupi, Maik, Karpath – Christian (Henne),  Beini (Biemske), Hoffi, Nils – Norman (Marcus), Bello

Miltitz vs. Lindenau

Im Spiel gegen Grün-Weiß-Miltitz lag die Favoritenrolle eindeutig beim Gastgeber, der bisher noch keine einzige Saisonniederlage hinnehmen musste. Doch nach der Last-Minute-Enttäuschung gegen Wahren gingen wir motiviert ins Spiel und an die Sache, den vermeintlich sicheren Aufstiegskandidaten ein bisschen zu ärgern. Durch einige Ausfälle gegenüber dem letzten Spiel rückte Hoffi im Mittelfeld weiter nach vorn, Norman übernahm Bellos Position im Sturm und Kilian kehrte nach überstandener Verletzungspause ins zentrale Mittelfeld zurück.

Die Marschroute gegen den spielstarken Gegner war klar: Von Beginn an dagegenhalten und dem Gegner nicht zu viel Platz einräumen, sondern stattdessen ihre Abwehr gezielt unter Druck zu setzen. In der ersten Hälfte gelang uns das sehr gut, die Miltitzer liefen oft und ungern in unsere Abseitsfalle und Hoffi erwies sich in der Position hinter den Spitzen als starke Waffe gegen die nicht ganz sattelfeste Abwehr der Grün-Weißen. Stets gut herausgespielt konnte er leider weder von halblinks, noch von halbrechts noch mit dem Kopf den Ball im Tor der Miltitzer unterbringen. Statt die Führung zu erzielen, mussten wir schließlich den Ausgleich per Elfmeter hinnehmen. Als sich der schnelle Miltitzer Mittelstürmer bei einem Konterversuch mit dem Ball durch Matscher und Maik hindurchzuwurschteln versuchte und schließlich zu Fall kam, gab es Strafstoß. Allem Anschein nach eine Indizienentscheidung des Schiedsrichters, der keine gute Sicht auf das Spielgeschehen hatte.

In der zweiten Hälfte gelang es uns nicht mehr, weiterhin solch gute und zahlreiche Chancen wie in der ersten herauszuspielen. Bei einem Angriff des Gegners über unsere linke Abwehrseite ging Harti dann etwas ungestüm in den Zweikampf und kassierte dafür die rote Karte. Eine vielleicht etwas harte, aber nicht unbedingt ungerechtfertigte Entscheidung. Aufgrund des sehr rustikalen Einsteigens stürmten die aufgebrachten Miltitzer sofort zum Tatort und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Dabei ließ sich einer von ihnen zu einer Tätlichkeit gegen Marcus hinreißen, die der Schiedsrichter konsequent mit Rot ahndete. Also von nun an zehn gegen zehn.

Die Partie war weiterhin offen auch wenn große Chancen Mangelware blieben. Der K.O.-Schlag ereilte uns dann kurze Zeit später als unsere Abwehr dank einem typischen Stellungsfehler mit einem langen Ball überwunden wurde und der kurz zuvor eingewechselte Miltitzer Stürmer die 2:0-Führung für die Gastgeber herausschoss. Danach kam nicht mehr viel. Henne beeindruckte mit seiner Sprungkraft, kam aber an die hohen Flanken nicht mehr wirkungsvoll heran. Nils konnte seine Chance allein vorm Torwart wegen angeblicher Abseitsstellung nicht nutzen und Miltitz schloss einen Konter zum 3:0-Endstand ab.

Ein Spiel wie eine ständige Wiederholung unserer Auftritte gegen Miltitz, in denen wir über eine gewisse Weile große Spielanteile und gute Chancen haben und dennoch stets ins Hintertreffen geraten. Doch es war keine wirklich schlechte Partie und solange wir alle Mannschaften, die akut hinter uns in der Tabelle positioniert sind, schlagen, kann man durchaus zufrieden sein.

Aufstellung:

Philipp – Matscher – Slupi, Maik (Beini), Harti – Christian (Henne), Kilian, Hoffi, Nils – Marcus, Norman

Nach der Pokalpause wollten wir da anknüpfen wo wir aufgehört hatten – 3 Punkte einfahren. Der Gegner aus Wahren, der die letzten Jahre über oder neben uns spielte war zu Besuch und die kamen sicherlich gut auf dem Charlottenhof zurecht, schlugen sie doch in der Vorwoche unsere Zweite mit 4:1 im Pokal.

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Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Wahren hat Anstoss, 2, 3 sichere Pässe, ein Ballverlust des Liberos und Norman war durch, schob aber weit am Tor vorbei. Das hätte eines der schnellsten Tore sein können, war es aber nicht.

Wenig geschockt von der vertanen Chance spielten wir weiter und ließen die Gäste praktisch nicht zur Entfaltung kommen. Chancen und gefährliche Situationen aus dem Spiel gab es einige, leider blieben sie alle ungentutzt. Also musste eine Standardsituation herhalten. Nach mehreren gefährlichen Eckbällen von Maik war es der 3. oder 4., der dann noch gefährlicher war und von Karpaths Kopf den Weg ins Tor fand.

Es folgte nun, die uns an manchen Tagen überkommende Phase des Nichtstuns, welche uns meinstens kurz nach geschossenen Toren zur Führung ereilt. Wahren hatte nun also Platz und Zeit und wir das Spiel unerklärlicherweise etwas aus der Hand gegeben. Trotzdem gab es immer wieder Situationen, die uns fast das 2:0 besorgt hätten. Nach Ballverlusten der Gäste schalteten wir schnell um und sorgten mit langen Pässen in die Spitze für einige Gefahr. Ein schöner Konter durch einen Sololauf Bellos über den halben Platz, schloss Henne überlegt mit einem Schuss ins Angel ab. Das 2:0 mit dem Pausenpfiff, einen psychologisch guten Zeitpunkt nennt man das im Fachjargon.

Hälfte 2 begann etwas verhaltener. Wir versuchten das Spiel zu verwalten, ließen Nichts zu und kamen auch selbst zu Nichts. Und wo wir gerade bei Nichts sind, so war es eben aus diesem, wie der Gener zum 1:2 kam. Unsere Abwehr mit grenzwertigem Aufbauspiel und einen zu schwach gespielten Pass schnappte sich der Gegner und ward nicht mehr gesehen.

Wahren warf jetzt Alles nach vorne und für uns ergaben sich mehrere Konterchancen die eigentlich zu einem Tor hätten führen müssen, aber Ungenauigkeiten und Unentschlossenheit machten sie zu Nichte.

So kam es wie es kommen musste. Verhinderte Philipp 2 Mal in letzter Sekunde den Ausgleich, war es praktisch mit dem Abpfiff doch noch um uns geschehen. Nach einem gewonnenen Zweikampf vertendelten wir den gewonnenen Ball in der eigenen Hälfte und verursachen so einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Dieser wurde scharf und flach vors Tor gebracht. Philipp kann zunächst im Gewühl klären, beim Nachschuss ist er allerdings machtlos. Grenzenlose Freude bei den Gästen, Frust bei uns.

Im Großen und Ganzen kann man von 2 verlorenen Punkten sprechen, obwohl die Gäste aufopferungsvoll kämpften und sicherlich auch einen Verdienst daran haben. So ein Spiel dürfen wir einfach nicht aus der Hand geben. Die Konzentration Hinten (beide Gegentore) und Vorne (Konterchancen) sollte eben 90 Minuten gehalten werden.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath, Slupi – Maik, Hoffi (Micha), Norman, Nils – Bello (Beini), Henne (Marcus)

Bilder vom Spiel kann man sich hier anschauen.

In der 2. Runde des Stadtpokals bekamen wir es nach Miltitz II mit der ersten von Kitzen zu tun, welche mittlerweile in der Stadtliga kickt.

Wir gingen guter Dinge in die Partie und diese entwickelte sich auch sehr ausgeglichen. Kitzen agierte überwiegend mit langen Bällen unser Spiel war vielleicht etwas gefälliger anzuschauen; gefährlicher war es aber nicht. Irgendwann flutschte einer dieser langen Kitzener Bälle durch unsere Abwehrreihe und schon war es geschehen. 0:1.

So etwas wirft uns ja nicht mehr um, also munter weitergespielt und durch Bello und Micha auch 2 gute Torchanchen herausgearbeitet, aber wie das nunmal so ist… Fehler im Aufbauspiel, langer Pass, einer durch, 0:2.

Nun war es doch schon heikler und in der Folgezeit konnten wir uns bei Philipp bedanken, der noch 2, 3 Eins-gegen-Eins-Situationen klärte. Der Pausenstand hätte also auch deutlicher sein können.

Mit Anpfiff der 2. Hälfte bekamen Julian und Christian ihre Einsatzzeit und wir das 0:3 nach einem langen Ball und Querschläger. Also alles wie gehabt…? Denkste.

Ab jetzt spielten aber nur noch wir. Kitzen, fast nur noch in der eigenenen Hälfte, wurde jetzt überrant und nicht mehr ins Spiel gelassen. In der letzten halben Stunde gewannen wir so ziemlich jeden Zweikampf und Chancen gabs im 5-Minutentakt. Vor allem über außen kam viel Dampf, so startete z.B. Maik immer wieder mit erfolgreichen Sololäufen an den gegnerischen Strafraum.

Das 1:3 besorgte Hoffi nach schöner Vorarbeit Bellos, welcher später noch das 2:3 nach einem Freistoß Hoffis erzielte. In den letzten fünf Minuten dann noch 2 Hochkaräter, wobei die beste von Hoffi durch den sehr gut haltenden Kitzener Hüter vereitelt wurde.

Kitzen rettet sich ins Ziel und hatte sich das sicherlich auch etwas anders vorgestellt. Wir verabschieden uns wie die letzten Jahre relativ früh aus dem Pokalgeschehen, können nach diesem Spiel aber stolz auf unsere Leistung sein. Auch das Publikum war sehr angetan von der Leistung und hat ein gutklassiges, spannendes Pokalspiel zu sehen bekommen.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti (Julian), Beini, Maik – Marcus, Biemske (Christian), Hoffi, Micha – Bello, Norman

Am 6. Spieltag gab es das 2. Spiel gegen einen Aufsteiger. Die punktgleiche Aerdkenelf gewann in der letzten Saison zwei Mal gegen unsere Zweite recht deutlich mit 3:1, man war also gewarnt.

Mit Slupi und Stefan gab es gegenüber der Vorwoche 2 Ausfälle, weiterhin fehlten Kilian, Max, Julian und Christian, doch sind wir diese Saison in der glücklichen Lage breit aufgestellt zu sein, so dass wir 14 einsatzfreudige Spieler aufs Formular schreiben konnten.

Bei bestem Fussballwetter begannen wir druckvoll, hatten mehr vom Spiel und kamen zu unseren Torchancen. Das 1:0 fiel nach einem ruhenden Ball Hoffis aus dem rechten Halbfeld, welcher von Henne verlängert  und Bello vollendet wurde. Doch wie schon letzte Wochen währte unser Glück nicht lange. Ein Freistoß vor unser Tor wird zu kurz abgewährt und landet beim Gegner, der im zweiten Versuch den Ausgleich erzielen konnte.

Also wieder Alles wieder auf Null doch nur kurz. Einige Minuten später die erneute Führung für uns nach einem schnellen zielstrebigen Angriff über Nils und Bello. Letzterer besorgte mit einem trockenen Schuss aus 18m das 2:1.

Es folgte noch ein wunderschönes Eigentor der Gastgeber nach einer Flanke von rechts und anschließendem Kopfball ins Angel, welches aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Unverständlich für alle Beteiligten, aber nunmal nicht zu ändern.

So stand es kurze Zeit später eben nicht 3:1 sondern 2:2, weil wir am kurzen Pfosten einen straff getretenen Eckball nicht klären konnten.

Doch mit Toren sollte es das noch nicht gewesen sein. Nach einem Angriff über Harti, Bello und Nils konnte an der Strafraumgrenze Norman nur mit einem Foul am Schussversuch gehindert werden. Den fälligen Freitstoß verwandelte Maik mit links direkt. Nur ein paar Minuten später ist der Doppelschlag perfekt, als Henne eiskalt nach einem schönen Konter zum 4:2 einschiebt, das war dann auch der Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam er Gastgeber motiviert aus der Kabine und auch prompt zu einem schönen Torschuss, den die Unterlatte aber souverän parierte. Danach beruhigten wir das Spiel und kontrollierten für ein paar Minuten den Gegner. Biemske ergatterte sich einen Ball vom Libero und lief allein auf den Torhüter zu, scheiterte aber an diesen, so dass die Vorentscheidung nicht fiel. Auf der Gegenseite bekam der Gegner einen Elfmeter zugesprochen, der sicher verwandelt wurde.

Lützschena warf jetzt alles nach vorn und bot eine kämpferisch gute Leistung. Wir versuchten gegen zu halten und spielten leider die uns gegebens Räume zum Kontern nicht so gut aus. Glück hatten wir auch noch, dass 2 Großchancen der Gastgeber ungenutzt blieben und wir am Ende als Sieger vom Platz gingen.

Bleibt zu sagen, dass wir wie schon in der Vorwoche ein ruhigeres Spiel hätten erleben können, denn den 4 geschossen Toren in Hälfte eins hätten nicht zwingend die 2 Gegentore gegenüber stehen müssen. Dass es dann nochmal eine Zitterpartie wurde lag aber auch an gut kämpfenden und nicht aufgebenden Gegnern.

Bleibt abzuwarten was mit Karpath seiner Nase ist, die mit dem Spielgerät kollidierte. Drücken wir mal die Daumen.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath (Micha), Maik – Biemske (Marcus), Hoffi, Norman, Nils – Bello, Henne

Punkte müssen her! Nach drei Niederlagen aus vier Spielen war Lindenau gegen Räpitz am vierten Spieltag zum Siegen verdammt. Pünktlich zum Spielbeginn stattete auch der Regen Leipzig einen Besuch ab und festigte damit die Marschroute für dieses Spiel. Höchste Konzentration, denn der kleinste Fehler kann bei nassem Rasen schnell zum Gegentor führen.

Die erste halbe Stunde dominierte Lindenau das Spielgeschehen. Konzentiert ging die Heimmannschaft zu Werke und ließ Räpitz überhaupt nicht ins Spiel kommen. Der hohe Anteil an Ballbesitz trug schließlich Mitte der ersten Halbzeit die ersten Früchte, als Slupi, der ein starkes Spiel machte, einen Freistoß mit dem Kopf im Tor der Räpitzer versenken konnte. Als Bello nach gutem Pass von Norman die hundertprozentige Chance auf das 2:0 vergab, befürchteten die Zuschauer schon, dass sich das eventuell rächen würde.

Leider bestätigte sich dieser Gedanke. Symptomatisch für die Lindenauer Mentalität wurde die verbleibende Zeit der ersten Hälfte mit einer Lässigkeit agiert, die zu pomadigen Abspielfehlern führte. Abstimmungsfehler zwischen Norman und Nils brachten den Räpitzern einen Freistoß nahe des Sechzehners ein. Nach Flanke in den Strafraum fiel auch prompt der Gegentreffer. Mit einem unnötigen 1:1 ging es in die Pause.

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit wuchs bei Lindenau wieder der Einsatzwille, was zunächst die Quote an richtig guten Chancen nicht erhöhte. Dann aber kam Henne nach Flanke von Bello zu einem Kopfball, der mangels energischem Druck von einem Räpitzer kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Lindenau gewann jetzt wieder mehr Zweikämpfe, doch die zahlreichen Angriffsläufe über rechts brachten lange nichts Zählbares. Schließlich konnte Hoffi halblinks am Strafraum freigespielt werden, von wo er folgerichtig sofort abzog. Der Ball ging in die linke untere Torecke, 2:1.

Das befreiende Gefühl durch den Führungstreffer sollte nicht lange währen. Wiederum ließ man Räpitz über Fehlpässe ins Spiel zurück kommen und vernachlässigte die Deckungsarbeit im Mittelfeld. Mit einem Sonntagsschuss, einer Bogenlampe über Philipp hinweg, gelang Räpitz abermals der Ausgleich. Der Ärger des Trainers kannte kaum Grenzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Räpitz so gut wie nichts fürs Spiel getan.

Lindenau legte sich jetz t nochmal ins Zeug. Gegen diesen Gegner mussten unbedingt drei Punkte her. Über die rechte Außenbahn wurde Bello geschickt, der den Ball in die Mitte passte. Dort ging Nils zu Boden. Die Chance, die sich durch Harti in der Mitte ergab, der den Ball im Tor versenkte, wurde jedoch durch den Pfiff des Schiris sofort abgebrochen. Es gab Strafstoß. Glücklicherweise sollte uns daraus kein Nachteil entstehen, denn Hoffi verwandelte gewohnt sicher zum 3:2.

Sollte es das gewesen sein? Nein. Drei Minuten Nachspielzeit. Eine Riesenchance zum 4:2 drosch Stefan gegen den Pfosten, und danach sorgten gute Chancen für Räpitz nochmal für großes Zittern.  Hektik in der Lindenauer Abwehr! Erst war es Philipp, der im Herauslaufen rettete, und dann stand Matscher auf der Torlinie goldrichtig, ehe der Abpfiff des Schiris die Punkte in Sicherheit brachte.

Fazit: Verdiente drei Punkte, die dennoch durch Nachlässigkeiten in der Defensive wieder für Herzkasper auf der Bank sorgten. Für die Zukunft wäre ein ungefährdeter Sieg mal ein nettes Geschenk für den Coach.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath, Slupi – Biemske (M. Hahn), Hoffi, Norman (Stefan), Nils – Bello, Henne (Olli)

Am 4. Spieltag ging es nach Zwenkau um gegen den mit 3 Siegen gestarteten Tabellenführer anzutreten.

Bei uns kam es wegen des Fehlens von Nils, Kilian und Biemske zu einigen Umstellungen. So spielte erstmals wieder Matscher als Libero, so dass Hoffi ins Mittelfeld vorgezogen werden konnte. Im rechten Mittelfeld ersetzte Henne den verletzten Nils.

In der ersten Halbzeit hatten wir große Mühe das schnelle und lauffreudige Spiel der Gastgeber im Zaum zu halten. Zwenkau begann furios mit einem Lattentreffer als Ausrufezeichen.  Das 1:0 fiel aber unter gütiger Mithilfe Philipps und eines Huckels im Fünfmeterraum.

Zwenkau rannte weiter an und betrieb einen hohen Aufwand ohne wirklich zu Torchancen zu kommen. Trotzdem gelang ihnen das 2:0 nach Foulelfmeter. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Torschüsse von uns? Fehlanzeige!

Mit Beginn der zweiten Hälft wollte Zwenkau den Sack zumachen, was aber nicht gelang und nach und nach kamen wir besser in die Partie, erspielten uns 3 gute bis sehr gute Tormöglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Den fälligen Anschlusstreffer besorgte dann Hoffi, der einen flachen Pass sicher verwandelte, nachdem Henne mit sehenswerten Kopfball nach einer ebenso sehenswerten Parade am Zwenkauer Torwart gescheitert war.

Postwendend nach Wiederanpfiff gab es den nächsten Elfmeter für die Gastgeber, nach angeblichem Foulspiels Matschers und Zwenkauer Urschrei. Diese Entscheidung war nun schon etwas mehr von zweifelhafter Natur und der alte Abstand sicher wiederhergestellt.

Es bleibt festzuhalten, dass wir uns abermals nach 0:2 Rückstand nicht aufgegeben haben, konditionell in der Lage waren eine Schippe draufzulegen und eigentlich sehr wenig Torchancen gegen einen sehr gut spielenden Gegner zugelassen haben. Sollten wir die Leistung der zweiten Halbzeit nächste Woche von Anfang an abrufen, sind sicherlich auch wieder 3 Punkte möglich.

Aufstellung: Philipp – Slupi, Matscher, Harti (Micha) – Marcus, Karpath, Hoffi, Henne – Norman – Christian (Maik), Bello