Archive for Oktober, 2008

Miltitz vs. Lindenau

Im Spiel gegen Grün-Weiß-Miltitz lag die Favoritenrolle eindeutig beim Gastgeber, der bisher noch keine einzige Saisonniederlage hinnehmen musste. Doch nach der Last-Minute-Enttäuschung gegen Wahren gingen wir motiviert ins Spiel und an die Sache, den vermeintlich sicheren Aufstiegskandidaten ein bisschen zu ärgern. Durch einige Ausfälle gegenüber dem letzten Spiel rückte Hoffi im Mittelfeld weiter nach vorn, Norman übernahm Bellos Position im Sturm und Kilian kehrte nach überstandener Verletzungspause ins zentrale Mittelfeld zurück.

Die Marschroute gegen den spielstarken Gegner war klar: Von Beginn an dagegenhalten und dem Gegner nicht zu viel Platz einräumen, sondern stattdessen ihre Abwehr gezielt unter Druck zu setzen. In der ersten Hälfte gelang uns das sehr gut, die Miltitzer liefen oft und ungern in unsere Abseitsfalle und Hoffi erwies sich in der Position hinter den Spitzen als starke Waffe gegen die nicht ganz sattelfeste Abwehr der Grün-Weißen. Stets gut herausgespielt konnte er leider weder von halblinks, noch von halbrechts noch mit dem Kopf den Ball im Tor der Miltitzer unterbringen. Statt die Führung zu erzielen, mussten wir schließlich den Ausgleich per Elfmeter hinnehmen. Als sich der schnelle Miltitzer Mittelstürmer bei einem Konterversuch mit dem Ball durch Matscher und Maik hindurchzuwurschteln versuchte und schließlich zu Fall kam, gab es Strafstoß. Allem Anschein nach eine Indizienentscheidung des Schiedsrichters, der keine gute Sicht auf das Spielgeschehen hatte.

In der zweiten Hälfte gelang es uns nicht mehr, weiterhin solch gute und zahlreiche Chancen wie in der ersten herauszuspielen. Bei einem Angriff des Gegners über unsere linke Abwehrseite ging Harti dann etwas ungestüm in den Zweikampf und kassierte dafür die rote Karte. Eine vielleicht etwas harte, aber nicht unbedingt ungerechtfertigte Entscheidung. Aufgrund des sehr rustikalen Einsteigens stürmten die aufgebrachten Miltitzer sofort zum Tatort und ließen ihren Emotionen freien Lauf. Dabei ließ sich einer von ihnen zu einer Tätlichkeit gegen Marcus hinreißen, die der Schiedsrichter konsequent mit Rot ahndete. Also von nun an zehn gegen zehn.

Die Partie war weiterhin offen auch wenn große Chancen Mangelware blieben. Der K.O.-Schlag ereilte uns dann kurze Zeit später als unsere Abwehr dank einem typischen Stellungsfehler mit einem langen Ball überwunden wurde und der kurz zuvor eingewechselte Miltitzer Stürmer die 2:0-Führung für die Gastgeber herausschoss. Danach kam nicht mehr viel. Henne beeindruckte mit seiner Sprungkraft, kam aber an die hohen Flanken nicht mehr wirkungsvoll heran. Nils konnte seine Chance allein vorm Torwart wegen angeblicher Abseitsstellung nicht nutzen und Miltitz schloss einen Konter zum 3:0-Endstand ab.

Ein Spiel wie eine ständige Wiederholung unserer Auftritte gegen Miltitz, in denen wir über eine gewisse Weile große Spielanteile und gute Chancen haben und dennoch stets ins Hintertreffen geraten. Doch es war keine wirklich schlechte Partie und solange wir alle Mannschaften, die akut hinter uns in der Tabelle positioniert sind, schlagen, kann man durchaus zufrieden sein.

Aufstellung:

Philipp – Matscher – Slupi, Maik (Beini), Harti – Christian (Henne), Kilian, Hoffi, Nils – Marcus, Norman

Nach der Pokalpause wollten wir da anknüpfen wo wir aufgehört hatten – 3 Punkte einfahren. Der Gegner aus Wahren, der die letzten Jahre über oder neben uns spielte war zu Besuch und die kamen sicherlich gut auf dem Charlottenhof zurecht, schlugen sie doch in der Vorwoche unsere Zweite mit 4:1 im Pokal.

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Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Wahren hat Anstoss, 2, 3 sichere Pässe, ein Ballverlust des Liberos und Norman war durch, schob aber weit am Tor vorbei. Das hätte eines der schnellsten Tore sein können, war es aber nicht.

Wenig geschockt von der vertanen Chance spielten wir weiter und ließen die Gäste praktisch nicht zur Entfaltung kommen. Chancen und gefährliche Situationen aus dem Spiel gab es einige, leider blieben sie alle ungentutzt. Also musste eine Standardsituation herhalten. Nach mehreren gefährlichen Eckbällen von Maik war es der 3. oder 4., der dann noch gefährlicher war und von Karpaths Kopf den Weg ins Tor fand.

Es folgte nun, die uns an manchen Tagen überkommende Phase des Nichtstuns, welche uns meinstens kurz nach geschossenen Toren zur Führung ereilt. Wahren hatte nun also Platz und Zeit und wir das Spiel unerklärlicherweise etwas aus der Hand gegeben. Trotzdem gab es immer wieder Situationen, die uns fast das 2:0 besorgt hätten. Nach Ballverlusten der Gäste schalteten wir schnell um und sorgten mit langen Pässen in die Spitze für einige Gefahr. Ein schöner Konter durch einen Sololauf Bellos über den halben Platz, schloss Henne überlegt mit einem Schuss ins Angel ab. Das 2:0 mit dem Pausenpfiff, einen psychologisch guten Zeitpunkt nennt man das im Fachjargon.

Hälfte 2 begann etwas verhaltener. Wir versuchten das Spiel zu verwalten, ließen Nichts zu und kamen auch selbst zu Nichts. Und wo wir gerade bei Nichts sind, so war es eben aus diesem, wie der Gener zum 1:2 kam. Unsere Abwehr mit grenzwertigem Aufbauspiel und einen zu schwach gespielten Pass schnappte sich der Gegner und ward nicht mehr gesehen.

Wahren warf jetzt Alles nach vorne und für uns ergaben sich mehrere Konterchancen die eigentlich zu einem Tor hätten führen müssen, aber Ungenauigkeiten und Unentschlossenheit machten sie zu Nichte.

So kam es wie es kommen musste. Verhinderte Philipp 2 Mal in letzter Sekunde den Ausgleich, war es praktisch mit dem Abpfiff doch noch um uns geschehen. Nach einem gewonnenen Zweikampf vertendelten wir den gewonnenen Ball in der eigenen Hälfte und verursachen so einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Dieser wurde scharf und flach vors Tor gebracht. Philipp kann zunächst im Gewühl klären, beim Nachschuss ist er allerdings machtlos. Grenzenlose Freude bei den Gästen, Frust bei uns.

Im Großen und Ganzen kann man von 2 verlorenen Punkten sprechen, obwohl die Gäste aufopferungsvoll kämpften und sicherlich auch einen Verdienst daran haben. So ein Spiel dürfen wir einfach nicht aus der Hand geben. Die Konzentration Hinten (beide Gegentore) und Vorne (Konterchancen) sollte eben 90 Minuten gehalten werden.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath, Slupi – Maik, Hoffi (Micha), Norman, Nils – Bello (Beini), Henne (Marcus)

Bilder vom Spiel kann man sich hier anschauen.

In der 2. Runde des Stadtpokals bekamen wir es nach Miltitz II mit der ersten von Kitzen zu tun, welche mittlerweile in der Stadtliga kickt.

Wir gingen guter Dinge in die Partie und diese entwickelte sich auch sehr ausgeglichen. Kitzen agierte überwiegend mit langen Bällen unser Spiel war vielleicht etwas gefälliger anzuschauen; gefährlicher war es aber nicht. Irgendwann flutschte einer dieser langen Kitzener Bälle durch unsere Abwehrreihe und schon war es geschehen. 0:1.

So etwas wirft uns ja nicht mehr um, also munter weitergespielt und durch Bello und Micha auch 2 gute Torchanchen herausgearbeitet, aber wie das nunmal so ist… Fehler im Aufbauspiel, langer Pass, einer durch, 0:2.

Nun war es doch schon heikler und in der Folgezeit konnten wir uns bei Philipp bedanken, der noch 2, 3 Eins-gegen-Eins-Situationen klärte. Der Pausenstand hätte also auch deutlicher sein können.

Mit Anpfiff der 2. Hälfte bekamen Julian und Christian ihre Einsatzzeit und wir das 0:3 nach einem langen Ball und Querschläger. Also alles wie gehabt…? Denkste.

Ab jetzt spielten aber nur noch wir. Kitzen, fast nur noch in der eigenenen Hälfte, wurde jetzt überrant und nicht mehr ins Spiel gelassen. In der letzten halben Stunde gewannen wir so ziemlich jeden Zweikampf und Chancen gabs im 5-Minutentakt. Vor allem über außen kam viel Dampf, so startete z.B. Maik immer wieder mit erfolgreichen Sololäufen an den gegnerischen Strafraum.

Das 1:3 besorgte Hoffi nach schöner Vorarbeit Bellos, welcher später noch das 2:3 nach einem Freistoß Hoffis erzielte. In den letzten fünf Minuten dann noch 2 Hochkaräter, wobei die beste von Hoffi durch den sehr gut haltenden Kitzener Hüter vereitelt wurde.

Kitzen rettet sich ins Ziel und hatte sich das sicherlich auch etwas anders vorgestellt. Wir verabschieden uns wie die letzten Jahre relativ früh aus dem Pokalgeschehen, können nach diesem Spiel aber stolz auf unsere Leistung sein. Auch das Publikum war sehr angetan von der Leistung und hat ein gutklassiges, spannendes Pokalspiel zu sehen bekommen.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti (Julian), Beini, Maik – Marcus, Biemske (Christian), Hoffi, Micha – Bello, Norman