Archive for September, 2008

Am 6. Spieltag gab es das 2. Spiel gegen einen Aufsteiger. Die punktgleiche Aerdkenelf gewann in der letzten Saison zwei Mal gegen unsere Zweite recht deutlich mit 3:1, man war also gewarnt.

Mit Slupi und Stefan gab es gegenüber der Vorwoche 2 Ausfälle, weiterhin fehlten Kilian, Max, Julian und Christian, doch sind wir diese Saison in der glücklichen Lage breit aufgestellt zu sein, so dass wir 14 einsatzfreudige Spieler aufs Formular schreiben konnten.

Bei bestem Fussballwetter begannen wir druckvoll, hatten mehr vom Spiel und kamen zu unseren Torchancen. Das 1:0 fiel nach einem ruhenden Ball Hoffis aus dem rechten Halbfeld, welcher von Henne verlängert  und Bello vollendet wurde. Doch wie schon letzte Wochen währte unser Glück nicht lange. Ein Freistoß vor unser Tor wird zu kurz abgewährt und landet beim Gegner, der im zweiten Versuch den Ausgleich erzielen konnte.

Also wieder Alles wieder auf Null doch nur kurz. Einige Minuten später die erneute Führung für uns nach einem schnellen zielstrebigen Angriff über Nils und Bello. Letzterer besorgte mit einem trockenen Schuss aus 18m das 2:1.

Es folgte noch ein wunderschönes Eigentor der Gastgeber nach einer Flanke von rechts und anschließendem Kopfball ins Angel, welches aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Unverständlich für alle Beteiligten, aber nunmal nicht zu ändern.

So stand es kurze Zeit später eben nicht 3:1 sondern 2:2, weil wir am kurzen Pfosten einen straff getretenen Eckball nicht klären konnten.

Doch mit Toren sollte es das noch nicht gewesen sein. Nach einem Angriff über Harti, Bello und Nils konnte an der Strafraumgrenze Norman nur mit einem Foul am Schussversuch gehindert werden. Den fälligen Freitstoß verwandelte Maik mit links direkt. Nur ein paar Minuten später ist der Doppelschlag perfekt, als Henne eiskalt nach einem schönen Konter zum 4:2 einschiebt, das war dann auch der Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam er Gastgeber motiviert aus der Kabine und auch prompt zu einem schönen Torschuss, den die Unterlatte aber souverän parierte. Danach beruhigten wir das Spiel und kontrollierten für ein paar Minuten den Gegner. Biemske ergatterte sich einen Ball vom Libero und lief allein auf den Torhüter zu, scheiterte aber an diesen, so dass die Vorentscheidung nicht fiel. Auf der Gegenseite bekam der Gegner einen Elfmeter zugesprochen, der sicher verwandelt wurde.

Lützschena warf jetzt alles nach vorn und bot eine kämpferisch gute Leistung. Wir versuchten gegen zu halten und spielten leider die uns gegebens Räume zum Kontern nicht so gut aus. Glück hatten wir auch noch, dass 2 Großchancen der Gastgeber ungenutzt blieben und wir am Ende als Sieger vom Platz gingen.

Bleibt zu sagen, dass wir wie schon in der Vorwoche ein ruhigeres Spiel hätten erleben können, denn den 4 geschossen Toren in Hälfte eins hätten nicht zwingend die 2 Gegentore gegenüber stehen müssen. Dass es dann nochmal eine Zitterpartie wurde lag aber auch an gut kämpfenden und nicht aufgebenden Gegnern.

Bleibt abzuwarten was mit Karpath seiner Nase ist, die mit dem Spielgerät kollidierte. Drücken wir mal die Daumen.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath (Micha), Maik – Biemske (Marcus), Hoffi, Norman, Nils – Bello, Henne

Punkte müssen her! Nach drei Niederlagen aus vier Spielen war Lindenau gegen Räpitz am vierten Spieltag zum Siegen verdammt. Pünktlich zum Spielbeginn stattete auch der Regen Leipzig einen Besuch ab und festigte damit die Marschroute für dieses Spiel. Höchste Konzentration, denn der kleinste Fehler kann bei nassem Rasen schnell zum Gegentor führen.

Die erste halbe Stunde dominierte Lindenau das Spielgeschehen. Konzentiert ging die Heimmannschaft zu Werke und ließ Räpitz überhaupt nicht ins Spiel kommen. Der hohe Anteil an Ballbesitz trug schließlich Mitte der ersten Halbzeit die ersten Früchte, als Slupi, der ein starkes Spiel machte, einen Freistoß mit dem Kopf im Tor der Räpitzer versenken konnte. Als Bello nach gutem Pass von Norman die hundertprozentige Chance auf das 2:0 vergab, befürchteten die Zuschauer schon, dass sich das eventuell rächen würde.

Leider bestätigte sich dieser Gedanke. Symptomatisch für die Lindenauer Mentalität wurde die verbleibende Zeit der ersten Hälfte mit einer Lässigkeit agiert, die zu pomadigen Abspielfehlern führte. Abstimmungsfehler zwischen Norman und Nils brachten den Räpitzern einen Freistoß nahe des Sechzehners ein. Nach Flanke in den Strafraum fiel auch prompt der Gegentreffer. Mit einem unnötigen 1:1 ging es in die Pause.

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit wuchs bei Lindenau wieder der Einsatzwille, was zunächst die Quote an richtig guten Chancen nicht erhöhte. Dann aber kam Henne nach Flanke von Bello zu einem Kopfball, der mangels energischem Druck von einem Räpitzer kurz vor der Linie geklärt werden konnte. Lindenau gewann jetzt wieder mehr Zweikämpfe, doch die zahlreichen Angriffsläufe über rechts brachten lange nichts Zählbares. Schließlich konnte Hoffi halblinks am Strafraum freigespielt werden, von wo er folgerichtig sofort abzog. Der Ball ging in die linke untere Torecke, 2:1.

Das befreiende Gefühl durch den Führungstreffer sollte nicht lange währen. Wiederum ließ man Räpitz über Fehlpässe ins Spiel zurück kommen und vernachlässigte die Deckungsarbeit im Mittelfeld. Mit einem Sonntagsschuss, einer Bogenlampe über Philipp hinweg, gelang Räpitz abermals der Ausgleich. Der Ärger des Trainers kannte kaum Grenzen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Räpitz so gut wie nichts fürs Spiel getan.

Lindenau legte sich jetz t nochmal ins Zeug. Gegen diesen Gegner mussten unbedingt drei Punkte her. Über die rechte Außenbahn wurde Bello geschickt, der den Ball in die Mitte passte. Dort ging Nils zu Boden. Die Chance, die sich durch Harti in der Mitte ergab, der den Ball im Tor versenkte, wurde jedoch durch den Pfiff des Schiris sofort abgebrochen. Es gab Strafstoß. Glücklicherweise sollte uns daraus kein Nachteil entstehen, denn Hoffi verwandelte gewohnt sicher zum 3:2.

Sollte es das gewesen sein? Nein. Drei Minuten Nachspielzeit. Eine Riesenchance zum 4:2 drosch Stefan gegen den Pfosten, und danach sorgten gute Chancen für Räpitz nochmal für großes Zittern.  Hektik in der Lindenauer Abwehr! Erst war es Philipp, der im Herauslaufen rettete, und dann stand Matscher auf der Torlinie goldrichtig, ehe der Abpfiff des Schiris die Punkte in Sicherheit brachte.

Fazit: Verdiente drei Punkte, die dennoch durch Nachlässigkeiten in der Defensive wieder für Herzkasper auf der Bank sorgten. Für die Zukunft wäre ein ungefährdeter Sieg mal ein nettes Geschenk für den Coach.

Aufstellung: Philipp – Matscher, Harti, Karpath, Slupi – Biemske (M. Hahn), Hoffi, Norman (Stefan), Nils – Bello, Henne (Olli)

Am 4. Spieltag ging es nach Zwenkau um gegen den mit 3 Siegen gestarteten Tabellenführer anzutreten.

Bei uns kam es wegen des Fehlens von Nils, Kilian und Biemske zu einigen Umstellungen. So spielte erstmals wieder Matscher als Libero, so dass Hoffi ins Mittelfeld vorgezogen werden konnte. Im rechten Mittelfeld ersetzte Henne den verletzten Nils.

In der ersten Halbzeit hatten wir große Mühe das schnelle und lauffreudige Spiel der Gastgeber im Zaum zu halten. Zwenkau begann furios mit einem Lattentreffer als Ausrufezeichen.  Das 1:0 fiel aber unter gütiger Mithilfe Philipps und eines Huckels im Fünfmeterraum.

Zwenkau rannte weiter an und betrieb einen hohen Aufwand ohne wirklich zu Torchancen zu kommen. Trotzdem gelang ihnen das 2:0 nach Foulelfmeter. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Torschüsse von uns? Fehlanzeige!

Mit Beginn der zweiten Hälft wollte Zwenkau den Sack zumachen, was aber nicht gelang und nach und nach kamen wir besser in die Partie, erspielten uns 3 gute bis sehr gute Tormöglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Den fälligen Anschlusstreffer besorgte dann Hoffi, der einen flachen Pass sicher verwandelte, nachdem Henne mit sehenswerten Kopfball nach einer ebenso sehenswerten Parade am Zwenkauer Torwart gescheitert war.

Postwendend nach Wiederanpfiff gab es den nächsten Elfmeter für die Gastgeber, nach angeblichem Foulspiels Matschers und Zwenkauer Urschrei. Diese Entscheidung war nun schon etwas mehr von zweifelhafter Natur und der alte Abstand sicher wiederhergestellt.

Es bleibt festzuhalten, dass wir uns abermals nach 0:2 Rückstand nicht aufgegeben haben, konditionell in der Lage waren eine Schippe draufzulegen und eigentlich sehr wenig Torchancen gegen einen sehr gut spielenden Gegner zugelassen haben. Sollten wir die Leistung der zweiten Halbzeit nächste Woche von Anfang an abrufen, sind sicherlich auch wieder 3 Punkte möglich.

Aufstellung: Philipp – Slupi, Matscher, Harti (Micha) – Marcus, Karpath, Hoffi, Henne – Norman – Christian (Maik), Bello

Nach dem 7:0 gegen Lausen ging es heute direkt ins nächste Heimspiel gegen den Aufsteiger Blau Weiß Leipzig III.

Es entwickelte sich von Anfang an ein sehr intensives und recht ansehliches Spiel bei gutem Fussballwetter.

Beide Teams versuchten über einen geordneten Spielaufbau vorwärts zu kommen. Dies gelang uns irgendwann nur noch bedingt, verloren wir 2x im Vorwärtsgang den Ball und wurden dafür eiskalt bestraft.

Unsere Angriffsbemühungen endeten meist am gegnerischen 16er und so ging es mit einer für den Gast nicht ganz unverdienten Führung in die Pause.

In der 2. Halbzeit änderte sich das Bild. Wir nahmen das Zepter in die Hand und es ergaben sich nun auch Torchancen, die wir leider nicht so gut zu nutzen wussten, wie die heute zugegebenermaßen sehr gute Sturmreihe der Blau-Weißen.

Trotzdem kamen wir nach einem schönen Angriff über den rechten Flügel zum Anschlusstreffer durch Kilian, der eine Hereingabe von Nils am langen Pfosten verwerten konnte.

Wir drückten weiter auf den Ausgleich und wurden durch einen schön herausgespielten Konter zurück auf den Boden der Tatsachen geholt. Damit war das Spiel eigentlich entschieden.

Aufholjagd gescheitert, aber Moral bewiesen.

Das etwas abseitsverdächtige 1:4 kurz vor dem Schlusspfiff macht das ganze Spiel auf dem Papier etwas deutlicher als der Verlauf war.

Philipp – Slupi, Hoffi, Harti – Marcus (Biemske), Karpath, Kilian, Nils – Norman (Maik) – Christian (Maximilian), Bello